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Auf dieser Ebene

Der erste Bauabschnitt

Nach einem Umzug zu Beginn des Jahres 2009 ergab sich nun endlich die Möglichkeit, in einem Teil des Gartens eine stationäre Gartenbahn-Anlage zu errichten. Doch die jahrelange akribische Planungsarbeit wurde erst einmal teilweise durch die vorliegenden Gegebenheiten „über Bord“ geworfen.

Die Platzverhältnisse reichen für eine kleinere Anlage, wobei das Konzept einer Schmalspurstrecke von A nach B beibehalten werden konnte, jedoch die Fahrstrecken zwischen den Stationen entsprechend verkürzt werden mussten. Aber sogar ein kleiner Kreuzungsbahnhof „Kleinöhrlesbach“ (siehe Bauabschnitt 2) zwischen den Endbahnhöfen „Nordigerode“ und „Wernshausen“ (siehe Bauabschnitt 3) fand noch Platz.

Der aktualisierte Gleisplan Nordigerode

Ein Anlagen-Konzept, das reichlich Möglichkeiten für Rangierfahrten eröffnet. Einen „Kreisverkehr“ wollte ich vermeiden, da er mir zu „spielzeughaft“ wirkte. Da in Wernshausen nur sehr begrenzte Platzverhältnisse herrschen, entschloss ich mich, die Gleisanlagen in Nordigerode großzügiger zu planen. So entstehen neben Abstellgleisen auch Lokbehandlungsanlagen mit Lokschuppen.

Im ersten Bauabschnitt Nordigerode werden die noch zahlreich vorhandenen LGB-Gleise und LGB-Weichen aus Messing verbaut. Im zweiten Baubschnitt Kleinöhrlesbach werden erstmals Messingleise von TrainLine45 verwendet; die Weichen im Radius R 2 (900 mm) machen einen sehr gefälligen Eindruck! Im 3. Bauabschnitt kommen dann Edelstahlgleise und Weichen R 3 von REVALDA zum Einsatz. An den Übergangsstellen der Gleissysteme verwende ich schraubbare Schienenverbinder von Massoth und TrainLine45 (Herforder Lokschuppen).

Endlich gibt es auch Raum für das Hobby „Bonsais“. Die kleinen Bäume finden nach und nach Platz auf der Anlage  und sorgen für eine realistische Begrünung der Zwischenräume. Um der lästigen Unkraut-Bekämpfung von vorne herein vorzubeugen, werden die Räume um und zwischen den Mini-Bäumen mit Bodendeckern wie Sternmoos und Thymian-Arten bepflanzt.

Die Lektüre der MIBA Modellbahn Praxis „Die perfekte Gartenbahn“ von Peter Wanke war im übrigen eine echte Bereicherung. So wurden die Gleistrassen in einer Schotterbettausführung gestaltet; in ausgehobene Kanäle wurde Gartenvlies verlegt und Basaltsplitt eingebracht und verdichtet, danach die Gleise verlegt. Die Gleise liegen weitgehend „schwimmend“ im Schotterbett, um Schwankungen in der Ausdehnung aufgrund der Witterungseinflüsse vorzubeugen. Lediglich Kurvenstrecken wurden fixiert.

Eine weitere Idee lieferte Peter Wanke: durch die Verlegung von Kunstrasen bzw. Rasenteppich (zu erschwinglichen Preisen im Baumarkt erhältlich) in den teilweise kleinen Zwischenräumen der Beetflächen wird auch dort der schnellen Verbreitung unerwünschter Unkräuter vorgebeugt. Ob sich die Langzeiteffekte wie auf der Anlage von Peter Wanke einstellen werden, bleibt abzuwarten…

 

15 Jahre alter Fächerahorn, umgeben von Sternmoos und Thymian, an der Einfahrt des Bahnhofes Wernshausen.

Franz Huber, Landwirt aus Kleinöhrlesbach, und Anni Sänger, Studienrätin aus Wernshausen, geniessen die Abendsonne im Stadtpark und freuen sich, dass bald Traktor und PKW zuhause bleiben können, wenn’s mit dem Bähnle zum Shoppen zur Kreisstadt Nordigerode geht…

 

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